„Achtsamkeit in der pädagogischen Praxis"

Als freiberufliche Fortbildnerin biete ich für PädagogInnen aus den Bereichen Kita, Hort und Grundschule Fortbildung zum Thema „Achtsamkeit in der pädagogischen Praxis" an, u.a. im Auftrag der Sprachberatung LOS.

 

Wenn Ihre Einrichtung Interesse an einer Fortbildung im Bereich "Achtsamkeit in der pädagogischen Praxis" oder an einem Kurs zu Stressbewältigung und Burnoutprätention für pädagogisches Fachpersonal hat, kontaktieren Sie mich gern via E-Mail.

 

Im Zentrum dieser Fortbildung steht das Einbeziehen von Achtsamkeitsübungen in die tägliche Arbeitsumgebung. Dabei ist es Anliegen dieser Fortbildung, dass die Praxis der Achtsamkeit keine Zusatzaufgabe des pädagogischen Alltags ist, sondern, dass dieses Implementieren als eine Art Grundhaltung verstanden werden kann.

 

Für die Persönlichkeitsentwicklung und die Professionalisierung von pädagogischem Fachpersonal ist Achtsamkeit ein entscheidender Faktor für die berufliche Entwicklung und der Burnout-Prävention. Da viele PädagogInnen unter Stress und Burnout leiden, ist es wichtig, Faktoren zu identifizieren, welche die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern. Die Achtsamkeit ist ein zentraler Aspekt der sozial-emotionalen Kompetenz, welche PädagogInnen vor Burnout schützen und sich positiv auf das Gruppenklima auswirken kann.

 

„Der Augenblick ist das Einzige, womit wir arbeiten können. Nur zu häufig jedoch vergessen wir, dass wir da sind, wo wir bereits sind. Augenblick für Augenblick befinden wir uns in der Werkzeugkammer des Hier und Jetzt“ (Jon Kabat-Zinn).

 

Die Praxis der Achtsamkeit hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Trend entwickelt. Sie ist ein aktuelles Thema in den Bereichen Medizin, Psychologie sowie den Neurowissenschaften und seit relativ kurzer Zeit auch in das Blickfeld der Bildungseinrichtungen geraten.

Achtsamkeit ist eine praktische Methode, mit der Ganzheit des Seins in engeren Kontakt zu kommen, dies wird durch einen systematischen Prozess der Selbstbeobachtung, der Selbsterforschung und des achtsamen Handelns erreicht. Achtsamkeit umfasst eine klar beobachtende, absichtsvolle und nicht urteilende Wahrnehmung und ist eine zentrale pädagogische Zielkategorie. In der Achtsamkeit finden sich grundlegende Themen der Pädagogik wie Selbstreflexion, Diskursfähigkeit und Kollegialität. Achtsamkeit wird in all diesen Bereichen gebraucht.

 

Inhalte der Fortbildung

  • Bildung mit „Herz und Hirn“ - Warum Achtsamkeit?
  • Stressantwort
  • Achtsamkeit auf den Körper
  • Wirkweise der Achtsamkeitspraxis auf die Entwicklung
  • Selbststeuerung, Exekutivfunktionen
  • Achtsame Kommunikation
  • Dankbarkeit und Selbstmitgefühl

Diese Weiterbildung gliedert sich in mehrere Abschnitte:

 

Im ersten Teil der Weiterbildung wird auf den aktuellen Hintergrund und die Notwendigkeit der Achtsamkeitspraxis eingegangen sowie auf ihre Herkunft und Konzeptualisierungen – auch im Zusammenhang mit sozial- emotionalem Lernen.

 

Im zweiten Teil erfahren Sie neurophysiologische Grundlagen der kindlichen Gehirnentwicklung sowie der Wirkweise der Achtsamkeitspraxis auf die Entwicklung. Die Kultivierung einer Achtsamkeitspraxis ermöglicht eine Verbesserung der Selbstregulierung, die Fähigkeit Impulse zu kontrollieren und die Steigerung der Selbstwirksamkeit sowie der Entwicklung von emotionalen und sozialen Kompetenzen. Sich selbst kennenzulernen, indem man sein inneres Milieu verstehen lernt, ist eine wichtige Voraussetzung für das Verständnis der Außenwelt sowie anderer Menschen und somit das Beste aus seinen eigenen Möglichkeiten machen zu können. Bildungseinrichtungen können bei der Umsetzung dieser Praxis als wichtige Institution der Vermittlung beitragen, da Kinder vermehrt früher und länger institutionalisierte Bildung erfahren.

 

Der dritte Teil der Weiterbildung widmet sich der Rolle der PädagogInnen. Ergebnisse der Forschung zeigen deutlich, dass Achtsamkeit eine Fähigkeit ist, welche dem Menschen angeboren ist, er sie allerdings aufgrund seiner Hirnarchitektur erlernen muss. Damit dieses Erlernen gelingt, brauchen Kinder Vorbilder. Die Fähigkeit wie auch die Eigenschaft der Achtsamkeit entwickelt sich nicht aus sich selbst heraus, sondern benötigt alltagsintegrierte Interaktionen sowie Anleitungen und werden durch Übung und eine kontinuierliche Praxis verstetigt.

 

Im vierten Teil werden verschiedene Übungen für Kinder, wie auch für die PädagogInnen anhand eines beispielhaften Leitfadens vorgestellt: Meditationen, Atemübungen, Wahrnehmungs- und Körperübungen.

Annemarie Rasche

Spiraldynamik® Fachkraft Level Basic, i.A. Intermediate I Yogaübungsleiterin I Atemcoach (Skuban Akademie i.V.)

Trainerin für Achtsamkeit, Resilienz und Selbstmitgefühl (DFME)

Frühkindliche Bildungsforschung M.A. i.V. l Ergotherapeutin